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Was Radstadt ausmacht

Kultur & Geschichte

Die kleine historische Stadt in den österreichischen Alpen weiß viele spannende Geschichten zu erzählen, zum Beispiel von ihrem berühmten Sohn Paul Hofhaimer, der als Hoforganist Kaiser Maximilians in Innsbruck sein großes Talent bewies und als größter Komponist und Organist seiner Zeit gilt. Die historischen Schätze wie die mächtige Stadtmauer mit ihren Rundtürmen, die spätromanische Stadtpfarrkirche und die gotische Lichtsäule sind ein Zeugnis der ereignisreichen Vergangenheit Radstadts. Heute bietet der Ort im Salzburger Pongau einen gelungenen Mix aus Geschichte, Kultur und Natur und ist dadurch ein lohnendes Urlaubsziel für Sommer- und Wintergäste. Die zahlreichen, erhaltenen Traditionen und kulturellen Veranstaltungen sind wahre Publikumsmagneten.

Stadtplan Radstadt Stadtgemeinde Radstadt Gerald Kronsteiner 3
Stadtgemeinde Radstadt/Gerald Kronsteiner
Radstadt Frueher Archiv Tourismusverband Radstadt Stadtgemeinde Radstadt 1
Archiv Tourismusverband Radstadt & Stadtgemeinde Radstadt
Urlaub Stadt Radstadt Tourismusverband Radstadt Lorenz Masser 1
Tourismusverband Radstadt/Lorenz Masser
Radstadt Frueher Archiv Tourismusverband Radstadt Stadtgemeinde Radstadt 2
Archiv Tourismusverband Radstadt & Stadtgemeinde Radstadt

Dein kurzer Überblick

Zahlen & Fakten

  • Historische Stadt mit 5.000 Einwohner
  • Zentrale Lage: Hauptort des Ennspongaus im Bundesland Salzburg
  • 70 km südlich der Festspielstadt Salzburg
  • Denkmalgeschützte Altstadt
  • 856 m über dem Meeresspiegel
  • Stadtrecht seit 1289 
  • 190 komfortable Unterkünfte für deinen gelungenen Urlaub in Radstadt
  • Deine Gästekarte: Salzburger Sportwelt Card

KELTENBESIEDELUNG

4. Jhdt. v. Chr.

RÖMISCHE BESITZNAME

Die wichtigste Römerstraße führt von Aquileia über die Radstädter Tauern nach Juvavum (Stadt Salzburg).

BAJUWARISCHE
BESIEDELUNG

Im 7. Jhdt. n. Chr. beginnt die eigentliche Geschichte der "Alten Stadt im Gebirge".

NAMENSGEBUNG

Die Namensgebung, ob slawischen oder germanischen Ursprungs, ist bis heute nicht geklärt: RASTAT (1074), RADESTAT (1092), RASTAT (1139).

BAULICHE MASSNAHMEN

Im 13. Jhdt. wird die gesamte Terrasse befestigt.

STADTRECHT

Am 27. Juli 1289 verleiht der Erzbischof von Hohenegg eine Urkunde, in der er den Bürgern von Radstadt ("Cives in Rastatt") alle städtischen Rechte, Privilegien und Freiheiten zuspricht, die auch die Stadt Salzburg und andere Städte des Erzstiftes innehaben. Der Ort ist die einzige Stadt des Erzbistums Salzburg im Gebirge, dem dieses Recht zuteil wird. Der Erzbischof befreit die Einwohner für zehn Jahre von allen Steuern und Abgaben mit Ausnahme der Leistungen, die zur Befestigung und Bewachung der Stadt notwendig sind.

STADTWAPPEN

Seine erste Bewährungsprobe musste die Stadt 1306 im Streit mit Herzog Albrecht von Österreich ablegen. Aus dieser Zeit stammt auch das Stadtwappen. Langsam wurden Gerichts-, Markt- und Stapelrecht von der Muttersiedlung Altenmarkt auf Radstadt übertragen.

GROSSBRÄNDE

Durch die vielen Großbrände (1365, 1417, 1616, 1781, 1855 und 1865) wird die Stadt vieler historischer Bauwerke beraubt, von denen heute nur noch Kapuzinerturm,  Kapuzinerkloster und -kirche sowie der Schusterturm (eine spätgotische Lichtsäule aus 1513) im Friedhof zeugen.

BAUERNKRIEG

Die bedeutendste Epoche Radstadts ist der Bauernkrieg 1525/1526. 5.000 Bauern sammeln sich unter der Führung von Michl Gaismair, doch der Ort hält der Belagerung stand und erhält für seine Treue 1527 von Erzbischof Matthäus Lang den großen Freiheitsbrief und den Titel "ALLZEIT GETREU". Auf diesen Freiheitsbrief gründet sich noch heute die uniformierte privilegierte Bürgergarde der Stadt.

PFLEGBURG

1621 wird in der ehemaligen Pflegburg ein Benediktiner-Gymnasium errichtet. 1628 übernimmt der Kapuzinerorden die Burg als Kloster bis zu seiner Auflösung im Jahre 1978.

EMIGRATIONSEDIKT

1731/32 müssen wegen des Emigrationsediktes Erzbischof Firmians über 3.000 Menschen aus dem Bezirk Radstadt auswandern, wobei viele in Ostpreußen eine neue Heimat fanden.

TEIL ÖSTERREICHS

In der ersten Hälfte des 19. Jhdt. wechseln österreichische, bayrische und französische Besetzungen einander ab, erst 1816 wird Salzburg österreichisches Kronland.

BAHNVERBINDUNG

1875 bringt der Bau der Bahnlinie von Bischofshofen nach Selzthal einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung.

STADT RADSTADT

1938 kommt es schließlich zum Zusammenschluss der beiden Gemeinden Radstadt-Stadt und Radstadt-Land. Um das überkommene Erbe zu bewahren, erhält Radstadt als erste Gemeinde des Landes ein Ortsbildschutzgesetz.

Radstaedter Nachtwaechter Tourismusverband Radstadt Lorenz Masser 1
Tourismusverband Radstadt/Lorenz Masser

Im tiefsten Mittelalter entwickelte sich Radstadt durch seine strategisch günstige Lage im Salzburger Ennstal, an der Pass-Straße über den Radstädter Tauern, zu einer florierenden Handelsstadt. Auch in der Gegenwart gibt es zwischen der alten Stadtmauer, der Kirche und dem Kloster der historischen Kleinstadt immer noch vieles zu entdecken und zu sehen. Die vergangenen Zeiten leben wieder auf, wenn der Radstädter Nachwächter mit Hellebarde und in alter Tracht das berühmte Nachtwächterlied singt und den Besuchern allerlei Geschichten und Sagen erzählt.

"Ein Künstler, als der Hofhaimer auf der Orgel oder der Dürer von Nürnberg auf der Malerei." Teophrastus Paracelsus

Wer mit Dürer in einem Atem genannt wurde, und dies 
vom weltberühmten Arzt Paracelsus, musste wirklich auf der Höhe seiner Zeit stehen. 

Paul Hofhaimer (geb. am 25. Januar 1459) war als Orgel- und Lautenspieler, als Komponist und Dirigent, als Erfinder des Regales und als Hofmann des Kaisers Maximilian berühmt. Er kam aus dem kleinen Radstadt, wo er als Sohn des Lötschenmeisters in die Schule der Radstädter Stadtsinger und Organisten ging.

 Seine weitere Ausbildung erhielt er in Innsbruck am Hof des "verschwenderischen Sigismund". Von hier kam er zu Kaiser Max, mit dem er "wye eyn zigeyner" dreißig Jahre herumreisen musste. Dabei stieg sein Ruhm ständig. 

1515 wurde er für eine herrliche Aufführung seines "Tedeums" im Stephansdom zu Wien zum Ritter geschlagen.

Paul Hofhaimer Archiv Tourismusverband Radstadt Stadtgemeinde Radstadt 3
Archiv Tourismusverband Radstadt & Stadtgemeinde Radstadt
Paul Hofhaimer Archiv Tourismusverband Radstadt Stadtgemeinde Radstadt 1
Archiv Tourismusverband Radstadt & Stadtgemeinde Radstadt
Verewigt von Dürer

Dürer hat sein Bildnis gezeichnet und – im Rahmen des Triumphzuges des Kaisers Max – auch in Kupfer gestochen. Sein Spiel auf der Orgel wird von großer Wucht und Harmonie gerühmt, aber auch für schlichte Volkslieder fand er die rechte musikalische Sprache.

Paul Hofhaimer verstarb 1537.

Ein denkmalgeschützter Altstadtkern, ein umfangreiches Kulturangebot, eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur und beste Gästebetreuung vor Ort – das macht die "Kleinen Historischen Städte in Österreich" zu wahren Schmuckstücken und umso beliebter bei den Gästen. 1993 schlossen sich 13 Kleinstädte zwischen Neusiedler See und Bodensee zusammen, um gemeinsam im Marketing und der Werbung gezielter und erfolgreicher auftreten zu können. In den kleinen Städten, zu denen auch Radstadt zählt, verzaubern dich das charmante Ambiente und die besondere Gastfreundschaft, fernab des Trubels einer Großstadt.

 

Unser Tipp: Lerne Radstadt bei der Schatzsuche der "Kleinen historischen Städte" noch besser kennen und gewinne einen Wochenendaufenthalt!

Weitere Informationen:

Kleine historische Städte


Stadtplatz 27

4400 Steyr


Österreich

Tel. +43 7252 52290


Fax +43 7252 5322915


info@khs.info


Tradition & Brauchtum wird in Radstadt seit jeher groß geschrieben. War es Anfang des 16. Jhdt. Paul Hofhaimer, der als Hoforganist für Kaiser Maximilian konzertierte, so sind es heute vor allem verschiedene Vereine, die die Kultur und Tradition in Radstadt pflegen:

 

  • Die uniformierte priviligierte Bürgergarde wurde vor mehr als 700 Jahren zur Verteidigung der Stadt gegründet. Heute ist sie mit ihrer schmucken Uniform bei weltlichen und kirchlichen Feiern eine Augenweide. Am ersten August-Wochenende veranstaltet die Bürgergarde jährlich ihr bekanntes Gardefest, ein Highlight im Veranstaltungskalender der Region.
  • Bei vielen Festlichkeiten und Feiern, wie auch beim Gardefest, sorgt die Stadtkapelle Radstadt mit den über 70 Musikerinnen und Musikern für den musikalischen Rahmen.
  • Der Brauchtums- und Trachtenpflege haben sich der Heimatverein "D'Goasstoana" sowie die Landjugend Ennspongau verschrieben. Altes Brauchtum wird z.B. beim Maibaumaufstellen am 1. Mai oder beim Erntedankfest im Oktober lebendig, bei dem nach der heiligen Messe die Erntedankkrone in feierlicher Prozession durch die Stadt getragen wird.
  • Alle 2 Jahre beschließt der Almabtrieb in der 1. Septemberhälfte den Radstädter Bauernherbst.
  • Auch in den Wintermonaten setzen sich die traditionellen Veranstaltungen fort: Beim Krampuslauf Ende November/Anfang Dezember gibt es viele "Passen", wie die Krampusgruppen genannt werden, zu bestaunen.
Buergergarde Radstadt Tourismusverband Radstadt Lorenz Masser 1
Tourismusverband Radstadt/Lorenz Masser
Musikkapelle Tourismusverband Radstadt Lorenz Masser 1
Tourismusverband Radstadt/Lorenz Masser
Almabtrieb Tourismusverband Radstadt Lorenz Masser 1
Tourismusverband Radstadt/Lorenz Masser

Von Lesungen über Kabarett und Musik bis hin zum Film – Der Kulturkreis "Das Zentrum" unterstreicht mit zahlreichen Veranstaltungen auf hohem Niveau die Stellung Radstadts als kulturelles Zentrum der Salzburger Sportwelt. Das historische Flair im "Zeughaus am Turm" (im Teichturm am Stadtteich) bietet dafür den idealen Rahmen. Der Kulturkreis veranstaltet auch die jährlichen, über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannten, Paul-Hofhaimer-Tage sowie das Filmfestival Radstadt.

Flora
  • Fichtenwald, begünstigt durch Höhenlage, Bodenverhältnisse & Klima
  • Auch Buchen-, Föhren-, Lärchen- & Bergahorn-Vorkommen in mehr oder minder größeren Beständen
  • Zirben: Vereinzelt in der Stadt, in größerer Zahl am Labeneck
  • Eichenvorkommen erst unterhalb von Schladming
  • Geringes Vorkommen der einst ausgedehnten Moore & Erlendickichte aufgrund von Entwässerung, Flussverbauung & Rodung
  • Größeres Moor bei Mandling, in dem noch Torfstich betrieben wird
  • Heutige, geringe Rolle des Ackerbaus, nur zwei Flurnamen weisen auf früheren Gersten- und Flachsanbau hin
Fauna
  • Früher: Verschiedene Zugvögel wie Kranich, Storch oder Purpurreiher vor der Bändigung der Enns im ausgedehnten Sumpfland (Reihergestalt in einem Brunnen beim Heimatmuseum erinnert daran)
  • Bussard, Saatkrähe & Elster: Zunahme durch Zurückdrängen der ehemaligen Bruchwälder & Ausdehnen des Kulturlandes
  • Bisamratte, die erst 1925 durch das Oichtental nach Salzburg kam
  • Hirschwild & Rehe in den Wäldern, Gämsen in höheren Lagen
  • Auer- & Birkhähne an der Waldgrenze
  • Hausnamen künden von früheren Bären- & Wolfsvorkommen in der Region

Stadttour mit Audio guide

Audio Guide App Tourismusverband Radstadt Hearonymus 1
Tourismusverband Radstadt/Hearonymus

Dein Smartphone wird zum Stadtführer und begleitet dich am Rundgang durch unsere historische Stadt. Alles, was du dafür brauchst, ist die kostenlose "Hearonymus" App. Auf insgesamt 20 Stationen erfährst du Spannendes über die Geschichte und denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten sowie so manche Anekdote über unseren Ort. Die Tour startet am Stadtplatz und ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

So einfach geht's
  • Lade die kostenlose "Hearonymus" App auf dein Smartphone: Direkt im App Store bzw. Google Play Store
  • Nach der Installation im Suchfeld der App "Radstadt" eingeben
  • Schon kannst du den Rundgang starten

Kreative Persönlichkeiten aus Radstadt stellen aus

"Mi gibt's a!"-Rundweg

Menschen, die ihre Ideen verfolgen, das Brauchtum und Handwerk pflegen und mit ihren Talenten wunderschöne Werke schaffen, davon gibt es in Radstadt viele. Nach dem Motto "Mi gibt's a! Und i leb und oabeit gern do." stellen Radstädter Talente ihre Erzeugnisse & Werke entlang der historischen Stadtmauer, innerhalb und außerhalb, beinahe das ganze Jahr über aus. Die Ausstellung startet beim Spielplatz außerhalb der Stadtmauer und endet beim Tourismusbüro am Stadtplatz. Der Folder für den Rundgang ist im Tourismusbüro erhältlich.

Mi Gibts A Rundweg Tourismusverband Radstadt Christian Hochwimmer Photography 3
Tourismusverband Radstadt/Christian Hochwimmer Photography
Mi Gibts A Rundweg Tourismusverband Radstadt Christian Hochwimmer Photography 1
Tourismusverband Radstadt/Christian Hochwimmer Photography
Mi Gibts A Rundweg Tourismusverband Radstadt Christian Hochwimmer Photography 2
Tourismusverband Radstadt/Christian Hochwimmer Photography